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… In perfektem und klar verständlichen Englisch werden wir begrüßt und in die Nordplatzrunde geschickt. Hier in Asiago gibt es eine Nordplatzrunde für Motorflugzeugen und eine Südplatzrunde für Segelflugverkehr. In welcher Distanz zum Flugplatz die Platzrunde jedoch zu fliegen ist, bleibt den Piloten überlassen. Es gibt keine Karten, wo die Platzrunden wie von Deutschland gewohnt genau eingezeichnet sind. Hier wird lediglich die Richtung vorgegeben. Üblicherweise fliegt man die Platzrunde auf 1000ft AGL. Das sind hier in Asiago 4400ft. Denn der Flugplatz „Romeo Sartori“ liegt auf einer stolzen Höhe von 3409ft und ist damit Italiens höchster Flugplatz (von diversen Altiports, privaten Landebahnen und Ultraleichtflugplätzen abgesehen).

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… Um kurz nach 10.00 Uhr starten wir in Ampfing. Auf dem Weg in die Berge steigen wir auf 10.000ft. Eine knappe Stunde nach dem Start befinden wir uns bereits über Innsbruck. Innsbruck Radar weist uns an, auf 10.000ft zu bleiben und gibt uns für den Flug über „Sierra“ und „Brenner“ frei. Ab dem Brenner reduzieren wir unsere Reiseflughöhe. Denn direkt vor uns liegt Sterzing. Ab hier beginnt dann auch schon der Endanflug auf die Grasbahn in südlicher Richtung. Ich übernehme für die Landung. Diese wird nicht ganz einfach werden. Zunächst halte ich mich knapp links von der Brennerautobahn. Seit Sterzing schon habe ich die Piste im Blick. Je näher ich der Bahn komme, desto weiter reduziere ich unsere Flughöhe. Durch den Ventileffekt hier im engen Tal herrscht entweder Süd- oder Nordwind. Heute ist ersteres der Fall. Seitenwind und Verwirbelungen gibt es nur kurz in den Bereichen, wo Seitentäler ins Brennertal münden.

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… Dann dürfen wir weiter anfliegen und direkt in den rechten Gegenanflug zur RWY 10 einfliegen. Den Gegenanflug müssen wir verlängern, denn im Endanflug befindet sich eine dreistrahlige Dassault Falcon für ein Touch and Go. Hinter so einer Maschine möchte ich mindestens drei Minuten Abstand haben. Zu gefährlich wären die Wirbelschleppen. Ein bisschen Wind geht heute, da reichen drei Minuten. Der Tower lässt uns auch frei entscheiden, wie viel Abstand wir einhalten wollen.

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… Auf Höhe Bibione treffen wir zum ersten Mal auf die Adria. Wir nutzen nun die wohl frequentierteste Flugroute in diesem Bereich. Entlang der Sandstrände geht es weiter Richtung Venedig. Jetzt um kurz vor 09.00 Uhr ist noch nicht viel los am Strand.

Beim Wegpunkt PZE1 (Lido di Jesolo) wechsle ich auf die Frequenz von Venezia Lido. Erst seit wenigen Minuten hat der Flugplatz dort geöffnet. Zu unserer Freude ist die Piste 05 in Betrieb. Das verspricht einen Panoramaanflug mit bestem Blick auf die Lagunenstadt, nur 2600m vom Markusplatz entfernt. Eine offizielle Platzrunde gibt es hier nicht. Man teilt sich den Gegen- und Queranflug selbst ein.

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Als die Räder den ziemlich holprigen Boden berühren, merken wir schnell, warum hier nach Regenfällen konsequent gesperrt wird. Erde und Gras wechseln sich einander ab, das wird schnell matschig. Kurz vor der Hälfte der Bahn fällt diese auch noch quer zur Seite nach Osten ab, man muss also stärker das linke Seitenruder treten, um in der Mitte zu bleiben. Durchaus anspruchsvoll. 2012 wurde die Piste von nur 500m auf die heutigen 650m verlängert. Ein weiterer Ausbau auf 950m wird zur Zeit diskutiert, scheitert aber bisweilen am Widerstand der Anwohner. Zum Vorfeld geht es steil bergauf. Der Rollweg ist aber komfortabel geteert. Bei der Tankstelle befindet sich eine ebene Asphaltfläche, zum Clubhaus und Hangar muss man auf Gras weiter bergauf rollen. Ein wirklich interessanter Flugplatz!

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… Um 13.20 Uhr starte ich auf der Piste 19. Diese steigt in Richtung Süden leicht an. Heute haben wir mit knapp 600kg fast maximales Abfluggewicht. Die Bahn ist 420m lang. Nicht üppig, aber das reicht, denn die Grasbahn ist mit Matte verstärkt. Außerdem weht eine steife Briese. Zwar fast 90° von der Seite, aber das bringt auch etwas. Nach dem Abheben erfassen uns wie erwartet Leeturbulenzen, Verwirbelungen durch die Bäume und Hallen zu unserer rechten Seite. Ich wähle daher einen sehr flachen Abflug, um genug Reserve zu haben.

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… Dann sind wir auch schon in der Platzrunde. Im Gegenanflug auf die 05 fliegt man wunderbar auf die Innenstadt von Prag zu. Nur etwa 10km sind der Prager Fernsehturm und die Burg Hradschin entfernt. Letňany hatte lange Zeit den Ruf, schlechte unebene Grasbahnen zu haben. Aber auf der Webseite hatte ich gelesen, dass eine der beiden Grasbahnen kürzlich erst mit Laser neu vermessen worden wäre. In einem Telefonat vom Vortag wurde mir mitgeteilt, dass die 05L, also die nördliche Bahn, die bessere für die Landung wäre. Daher frage ich bei Letňany Radio die 05L an. Wir sind die einzigen im Anflug, ich könne mir die Bahn aussuchen. Passt! Und wir werden nicht enttäuscht. Sie ist wirklich sehr gut! …

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… Unterwegs passieren wir schon mal den Flugplatz Al Casale, wo wir später Mittag essen wollen. Noch bereitet mir der unerwartete Nebel in Venedig Sorgen. Ich checke nochmal das Satellitenbild. Naja, so ganz langsam scheint er sich aufzulösen. Wird jedenfalls weniger. Doch die Webcams in der Lagunenstadt schauen nicht gut aus. Immer noch kaum Sicht bei dichtem Nebel. So ein Mist! Als wir die CTR Aviano im Süden verlassen, werden wir zurück an Padova Information verwiesen. Dessen Lotse ist sehr nett und denkt mit. Ohne zu fragen teilt er mit, dass er für uns in Venezia Lido anrufen und nach der aktuellen Sichtweite fragen würde. Das ist ein Service! Leider fällt die Antwort nicht positiv aus. Immer noch nur 200m Sichtweite am Flugplatz.

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… Eigentlich wollen Olaf und ich weiter nach Zampieri. Doch dazu müssten wir genau in das Tal von Gemona einfliegen. Ob das mit dem heutigen Wind funktioniert? Denn auch von der Höhe her sind wir eingeschränkt. Die LIR49B beginnt in 5000ft/2000AGL. Und die beiden großen Military Firing Aereas Bianchi Venzone und Tolmezzo sind aktiv und müssen umflogen werden, was nicht viel Spielraum zu den Bergen lässt. Ein kritisches Unterfangen. Um den Wind in Zampieri herauszufinden (auf der Webcam ist kein Windsack zu sehen), rufe ich schnell beim Platzbesitzer an. Er ist gerade nicht am Platz, aber 14km davon entfernt im gleichen Tal wie der Flugplatz. Und dort ist es gerade windstill. Das hört sich gut an. Wir wollen es probieren.

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DSC 1443TO Kejzlice

… Nach gut eineinhalb Stunden liegt unser Ziel, der Flugplatz Kejžlice (LKKEJZ) vor uns. Doch dieser Platz liegt genau unter der TSA 27, einem der vielen militärischen Tiefflugbänder des Landes. Dort fliegen Militärjets in Höhen von 300-1000ft AGL. Man könnte den Flugplatz also eigentlich unter 300ft im Tiefstflug anfliegen, aber sicherer ist es natürlich mit Anmeldung und Genehmigung zum Einflug. Da ich am Tag zuvor ein sehr nettes Telefonat mit dem Platzbesitzer Boguslav auf Englisch hatte, gab dieser mir den Tipp, gleich bei Caslav Radar statt der FIS nachzufragen. Das war eine sehr gute Info, denn Caslav Radar gibt mich sofort frei zum Einflug in die TSA 27.

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